Wandern und Trekking in Russland – die schönsten Gegenden

Wandern in Russland
Wandern in Russland / Bild: Pexels/Pixabay

Im Westen Europas ist Russland als Wanderroute immer noch stark unterschätzt, zu Unrecht, denn es gibt hier zahlreiche Regionen, die sich für einen beweglichen Urlaub sehr gut eignen. Die russischen Gebirge waren für die östlichen Europäer schon immer ein faszinierender Ort, wo es sich wunderbar wandern lässt und wo die Stille und das Panorama für atemberaubende Momente sorgen.

Der Kaukasus – ein geheimnisvolles Gebiet für Wanderer

Kaukasus
Kaukasus / ©YuliyaKirayonakBO/depositphotos.com

Wenn es um die bekanntesten Wanderwege der Welt geht, ist der Jakobsweg eine häufig genannte Strecke. In Russland ist vor allem der Südwesten beliebt und bekannt, dort wo der Kaukasus liegt. Trekkingfreunde treffen sich hier, um den Elbrus mit seiner Höhe von 5.642 Metern zu besteigen, der als höchster Gipfel Europas gilt. Durch die in der Umgebung befindlichen Gletscher wird das Landschaftspanorama geprägt. Zahlreiche russische, aber auch internationale Wanderanbieter bieten hier geführte Treckingtouren an, doch auch einsame russische Wanderer sind hier an der Tagesordnung.

Rein von der Landschaft her kann der über 1000 Kilometerlange Kaukasus einiges bieten. Er befindet sich zwischen dem Kaspischen und dem schwarzen Meer und gilt als Faltengebirge. Trotz dieser Besonderheit gibt es hier auch den ein oder anderen Vulkankegel zu sehen. Im westlichen Kaukasus gibt es eine üppige Vegetation, es leben Bären, Luchse, Steinböcke und Wisente in der Region. Im Osten ist eher ein steppenartiges Gebirge zu erwarten.

Zum Mittelpunkt Asiens – das Altai-Gebirge

Altai-Gebirge
Altai-Gebirge / ©YURY7TARANIK/depositphotos.com

Das Altai-Gebirge in Russland gilt als die geographische Mitte Asiens, es grenzt an China, die Mongolei und Kasachstan. Ob weite Hochflächen, steile Gipfel oder Täler mit azurblauen Seen, es gibt gute Gründe, warum in dieser Region, die sogar noch größer als der Kaukasus ist, gern gewandert wird. Die Berge des Altai haben eine Höhe von bis zu 4.500 Metern, die Gesamtstrecke des Gebirges dehnt sich über 2000 Kilometer aus. Ganz oben gibt es zahlreiche Gletscher. Es gibt viele Bereiche Altais, die zum Weltnaturerbe von UNESCO ausgezeichnet wurden, insbesondere aufgrund der bewegten Fauna. Es leben Moschustiere, Yaks, Gazellen, Rentiere, Wildschafe, Adler, Geier und Elche in der Region.

Der russische Bereich des Altai-Gebirges symbolisiert das Zusammentreffen der alpinen Regionen auf die sibirische Taiga. Grandiose Flüsse, schneebedeckte Gipfel und beeindruckende Felsen treffen hier zusammen und erstellen gemeinsam eine atemberaubende Umgebung, die zum Wandern einlädt. Die wilden Wälder, die sich unterhalb von 1.800 Metern Höhe befinden, sind geprägt von Lärchen, Fichten, Zedern und Birken. Zu den beliebtesten Wandertouren gehören die goldenen Altai-Berge, die im russischen Bereich angesiedelt sind.

Kamtschatka – der Südosten Russlands

Kamtschatka
Kamtschatka / ©muha04/depositphotos.com

Im südöstlichen Bereich Russlands liegt Kamtschatka, eine gigantische Region, die zum Wandern herrlich geeignet ist. Bis 1990 galt das Gebiet als militärische Sperrzone, seither dürfen Touristen einreisen. Kamtschatkas Landschaft ist ein visuelles Zusammenspiel aus Eis und Feuer, geprägt von Thermalquellen, Geysiren und Vulkankegeln. Mit 4.750 Metern befindet sich der Kljutschewskoi im Naturpark gleichen Namens, der dem Weltkulturerbe der UNESCO angehört. Am Beringsee sind Wanderer besonders gern unterwegs, denn hier gibt es Adler, Wale, Bären und Lachse zu beobachten. Mit der richtigen Treckingausrüstung gibt es in Kamtschatka viele Regionen, die zu einem Wanderausflug einladen.

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